FOS/BOS Aschaffenburg – eine gesunde Schule in Theorie und Praxis

Wie bereits in den vergangenen Jahren veranstaltete die FOS/BOS Aschaffenburg auch in diesem Jahr erneut eine Projektwoche vom 24.-26.07.2023, in der sich alle Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe mit den Themenbereichen „Gesundheit und Nachhaltigkeit“ in Form von Vorträgen und Workshops auseinandersetzten.

Als Auszeichnung für das langjähriges Engagement im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung wurde die Schule Ende Juli durch das Landesprogramm „gute gesunde Schule Bayern“, verliehen durch das Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, ausgezeichnet.

In den Klassenprojekten beschäftigten sich die Jugendlichen zu Beginn der Woche u.a. mit der Thematik Organspende, gewannen neuen Knochenmarkspenderinnen und -spender für die DKMS und setzten sich mit der Gestaltung eines neuen Aufenthaltsraums für die Schülerschaft auseinander. Weiterhin erarbeitete eine Klasse Bewegungskarten, die zukünftig im Unterricht eingesetzt werden können, um die Konzentration sowie die Beweglichkeit zu schulen. Im Anschluss an die Reflexion eigener Ernährungsgewohnheiten konzipierte eine Gruppe mit Unterstützung von Nina Mattes, Teammanagerin des TVGs, die Umsetzung des Verkaufs gesunder Pausensnacks.

Zudem wurden in diesem Schuljahr erstmals alle Schülerinnen und Schüler der 10. sowie 11. Klassen in Maßnahmen zur erfolgreichen Wiederbelebung und in der Anwendung eines AEDs (=automatisierter externer Defibrillator) geschult.

Die Firma „Dirts“ bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an einem Upcycling-Workshop in den eigenen Firmenräumen teilzunehmen. Philipp Reuter, Gründer des GOTS-zertifizierten Unternehmens, thematisierte in seinem Vortrag am Mittwoch die enorme Wichtigkeit von bewussten Kaufentscheidungen. Besonders die positiven Auswirkungen auf die Näherinnen und Näher, die durch den Kauf nachhaltiger Kleidung entsprechend besser entlohnt werden, wurden von Reuter betont. Neben den bereits produzierten schuleigenen Hoodies sollen zukünftig auch T-Shirts mit dem Schullogo in Zusammenarbeit mit „Dirts“ angeboten werden. Neben jenem Vortrag referierte außerdem Kriminalhauptkommissar Werner Stürmer über die Gefahren legaler Drogen und Saskia Schmidt, Gründerin und Initiatorin von “One Day e.V.”, berichtete über die Arbeit des gemeinnützigen Vereins und dessen Projekte. „One Day e.V“ unterstützt beispielweise Mädchen in Sierra Leone, die Opfer von sexuellem Missbrauch und Gewalt wurden. Anschaulich schilderte Schmidt ihre Erlebnisse in Westafrika und wies ebenfalls daraufhin, welche erfreulichen Effekte überlegte Kaufentscheidungen auf das Leben der Menschen in ärmeren Ländern haben. Im Ladencafé in Aschaffenburg und im Onlineshop werden durch ein sorgfältig ausgewähltes Angebot Einnahmen generiert, die wiederum in verschiedene Projekte des Vereins fließen, um langfristig eine selbstbestimmte Lebensführung der Menschen in Afrika sicherzustellen.

Auch in diesem Jahr waren sich erneut alle Mitglieder der Schulfamilie einig, dass die Projektwoche einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung leistete und das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit im Alltag stärken konnte. Bei allen Beteiligten möchten wir uns für die Unterstützung herzlich bedanken!

Lisa Beck-Vogt & Andrea Bauer

 

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