Bereits seit vielen Jahren reisen die Schülerinnen und Schüler der FOS Aschaffenburg, Fachrichtung internationale Wirtschaft, und dieses Jahr erneut auch einige Schülerinnen und Schüler der Wahlkurse in die spanische Hauptstadt Madrid. So machten sich auch in diesem Jahr insgesamt 56 Lernende mit vier Lehrkräften (Frau Herrmann, Herr Mauß, Herr Sattler und Frau Sommer) auf, die Metropole zu erkunden.
Da die Anreise mit dem Flugzeug erfolgte, brachen wir am 9. Februar bereits um 5:30 in Aschaffenburg auf. Das Schöne an Reisen ist das Unbekannte und Neue, daher freuten sich die Lehrkräfte besonders darüber, bereits am Flughafen die erste neue Erfahrung machen zu dürfen, nämlich die 60 Passgiere ihrer Gruppe selbst einzuchecken. Nach erfolgreicher Bewältigung dieser Aufgabe war der Flug jedoch sehr angenehm und nachdem wir nach der Landung im Zielland gefühlt 5.000 Extraschritte zum Erreichen des Bustransfers zum Hotel bewältigt hatten, stand einer erfolgreichen Fahrt nichts mehr im Wege. Nach dem Bezug des Hostels mitten im Stadtzentrum, direkt auf der symbolträchtigen Straße Gran Vía, konnten wir schon gleich moderne Kunst im Museo Reina Sofía bestaunen. Insbesondere die „Guernica“ von Picasso zog hier die Aufmerksamkeit auf sich und die Schülerinnen und Schüler konnten mit ihrem zuvor im Unterricht erworbenen Wissen glänzen.
Am zweiten Tag fand vormittags eine Stadtführung zu Fuß statt, der Nachmittag stand dann ganz im Namen der Wirtschaft: Wir besuchten zunächst die FEDA, wo wir über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten für Deutsche in Spanien informiert wurden. Anschließend erfolgte ein Besuch des Geldmuseums.
Volles Programm war auch für den Mittwoch geplant, jedoch sollte der Tag hürdenreich beginnen. Direkt nach dem Frühstück wollten wir den berühmten Parque del Retiro besuchen, jedoch war dieser aufgrund des schlechten Wetters und aus Sorge vor umstürzenden Bäumen gesperrt. Also traten wir den Weg zum berühmten und architektonisch wertvollen Atocha-Bahnhof an. Jedoch war uns dieser aufgrund einer Baustelle auch nur begrenzt zugänglich. Glücklicherweise befindet sich das Museo del Prado, in dem viele Kunstwerke berühmter Künstler wie Velásquez ausgestellt sind, in unmittelbarer Nähe und war unser nächster Programmpunkt. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler ausgestattet mit einem Quiz das Museum erkunden und etwas Wärme tanken. Für den Nachmittag gab es unterschiedliche Angebote: Bei Adidas konnte man sich über Marketingstrategien informieren oder an einer zusätzlichen Stadtführung mit Frau Sommer teilzunehmen, die sie an besondere Orte in Madrid brachte. So staunte die Schülerschaft etwa über die Schönheit der Almudena Kathedrale, sendeten ihre Wünsche im „Café de los deseos“ an das Universum oder erklommen den Hügel zu einem echten ägyptischen Tempel „Templo de Debod“. Als besondere Highlights gab es am Abend noch die Möglichkeit, das berühmte Stadion Santiago Bernabéu zu besuchen und sowohl alle 15 Champions League-Pokale von Real Madrid zu bewundern, aber auch ganz nah an den heiligen Rasen heranzutreten oder an einer Flamenco-Show teilzunehmen. Beide Erlebnisse sorgten bei den Teilnehmenden für strahlende Augen und bleiben sicher lange in Erinnerung!
Nach so vielen Großstadteindrücken fuhren wir am Donnerstag in die schöne Kleinstadt Toledo. Wir verbrachten dort einen interessanten Tag mit Stadtführung im jüdischen Viertel und Besichtigung der schönsten Kathedrale Spaniens. An diesem Tag sahen und lernten wir viel über die verschiedenen Einflüsse des Islams, des Judentums und des Christentums. Am Abend war die ganze Gruppe noch gemeinsam Tapas essen.
Bevor uns der Bus am Freitag wieder zum Flughafen brachte, konnten einige Schülerinnen und Schüler noch gemeinsam Spaniens köstlichste und süßeste Versuchung probieren, die Churros von San Ginés.
Nach mehr als 90.000 gegangenen Schritten, 40 Witzen von Herrn Mauß, vielen neuen Eindrücken, viel zu wenig Schlaf, vielen zusätzlichen Kilo Gepäck bei der Heimreise, haben wir dem doch recht widrigen Wetter getrotzt und kamen mit vielen schönen Erinnerungen komplikationslos wieder in Frankfurt an. Abschließend ist noch anzumerken, dass einige wenige tapfere Bahnreisende ihren ökologischen Fußabdruck korrigieren wollten und dafür gerne eine längere Reisezeit von Frankfurt nach Aschaffenburg auf sich nahmen als von Madrid nach Frankfurt.
Insgesamt bleibt die Erinnerung an eine tolle Reise, die im kommenden Jahr bestimmt wieder angeboten werden kann!
Autorin: Madeleine Sommer
Für die Taskforce-Madrid